Warum unterschätzen wir uns selbst ständig – und wie können wir das ändern? Dieser Artikel zeigt, woher Selbstzweifel kommen, wie sie uns sabotieren und welche einfachen Strategien helfen, um selbstbewusster aufzutreten.
Mal ehrlich: Wie oft hast du etwas richtig gut gemacht und trotzdem gedacht, dass es nicht an dir lag? Vielleicht hattest du einfach Glück, oder es war nicht wirklich schwer, oder irgendwann merkt jemand, dass du eigentlich gar nicht so viel kannst, wie alle glauben?
Herzlichen Glückwunsch, du bist offiziell Mitglied im Club der Selbstzweifler*Innen. Willkommen, setz dich, es gibt Kekse.
Aber weißt du was? Es wird Zeit, dass wir diesen Club verlassen. Denn die Wahrheit ist: Wir unterschätzen uns viel zu oft – und meistens völlig grundlos.
Niemand wacht morgens auf und denkt sich: „Heute mache ich mich mal so richtig klein!“ Und trotzdem tun wir es. Weil wir es so gelernt haben. Weil wir in einer Welt leben, die Perfektion feiert und uns beibringt, dass Bescheidenheit eine Tugend ist.
Das Problem ist nur: Wenn du dich selbst unterschätzt, wird niemand anders dich überschätzen.
Und dann sitzen wir da, haben Ideen, Meinungen und Talente – und trauen uns trotzdem nicht, sie zu zeigen. Weil wir denken, wir müssten erst noch ein bisschen mehr lernen, mehr Erfahrung sammeln, mehr wissen. Aber wann genau soll dieser Moment kommen?
Kurz gesagt: Wir lassen uns Chancen entgehen, die uns gut getan hätten.
Wir sprechen nicht aus, was wir denken – weil wir uns nicht sicher sind, ob es klug genug klingt oder unsere Meinung fundiert genug ist. Wir trauen uns nicht, nach mehr zu fragen – weil wir Angst haben, dass jemand sagt: „Sorry, aber wie kommst du drauf, dass dir das zusteht?“. Wir nehmen Komplimente nicht ernst – weil wir überzeugt sind, dass wir das doch gar nicht verdient haben.
Und irgendwann merken wir, dass andere längst weitergezogen sind, während wir noch darauf warten, uns bereit genug zu fühlen.
Die gute Nachricht ist: Selbstzweifel müssen nicht verschwinden, damit wir sie loswerden – wir müssen nur lernen, ihnen weniger Bedeutung zu geben. Und das geht.
Hier ein paar Dinge, die mir wirklich helfen:
1. Hör auf, deine Erfolge kleinzureden
Kennst du das? Jemand sagt: „Das hast du echt gut gemacht!“ Und du antwortest mit: „Ach, das war doch nichts.“ Mach das nicht mehr. Nimm das Lob an. Fertig.
Wenn du immer wieder runterspielst, was du gut kannst, glaubt dein Kopf irgendwann selbst, dass es nichts Besonderes ist. Aber es ist besonders. Du bist besonders.
2. Schau zurück – und sieh, wie weit du gekommen bist
Wir sind Meister darin, immer nur nach vorne zu schauen. Aber wann hast du dich das letzte Mal gefragt, wie viel du in den letzten Jahren gelernt hast?
Denk mal an dein früheres Ich – an die Version von dir vor fünf Jahren. Hätte die gedacht, dass du mal hier bist? Dass du das alles geschafft hast? Wahrscheinlich nicht. Aber du hast es getan. Und du wirst noch mehr schaffen.
3. Sag Ja – bevor du nachdenkst
Eine Regel, die wirklich Wunder wirkt: Sag Ja, bevor dein Kopf dir 100 Gründe nennen kann, warum du es nicht tun solltest.
Denn sobald du anfängst zu überlegen, kommen sie, die Selbstzweifel: „Kann ich das wirklich? Bin ich bereit? Bin ich gut genug?“ Und dann lässt du es vielleicht bleiben – obwohl du es perfekt hingekriegt hättest. Also sag einfach Ja. Bewirb dich. Nimm die Herausforderung an. Rede im Meeting. Du wirst sehen, dass du es kannst.
4. Denk mal andersherum: Was wäre, wenn du dich nicht unterschätzt?
Stell dir vor, du würdest für einen Tag daran glauben, dass du genau richtig bist, so wie du bist. Dass du genug weißt, genug kannst, genug bist.
Was würdest du an diesem Tag tun? Würdest du dich trauen, deine Meinung lauter zu sagen? Mehr für dich selbst einstehen? Dinge ausprobieren, die du sonst für andere „Bessere“ reserviert hältst? Dann probier’s aus. Nicht irgendwann – heute.
Niemand ist frei von Selbstzweifeln. Aber du kannst entscheiden, ob du ihnen glaubst oder nicht. Und die Wahrheit ist: Du bist klüger, talentierter und fähiger, als du dir selbst zugestehst. Also hör auf, auf diesen magischen Moment zu warten, in dem du dich bereit fühlst. Er kommt nicht. Und weißt du was? Er ist auch nicht nötig. Du bist jetzt schon gut genug!
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