Die Luft schmeckt nach Salz, der Wind trägt Geschichten vom Meer heran, und irgendwo in der Ferne kreischt eine Möwe – als würde sie die Stille kommentieren. Wahrscheinlich beschwert sie sich über das wechselhafte Wetter. Kann ich verstehen, aber ehrlich gesagt? Ich liebe es.
Sylt im Winter ist eine Insel voller Stimmungen. Mal pustet der Wind so stark, dass man sich fast in Schräglage bewegen muss, dann wieder liegt das Meer ruhig da, als würde es einmal tief durchatmen. Morgens ist alles noch feucht, die Fußspuren auf der Promenade in List sichtbar – bis die Sonne herauskommt und sie langsam trocknen lässt. Und dann dieser Moment, wenn nach einem regnerischen Vormittag plötzlich der Himmel aufreißt und das Licht die Dünen, den Deich und das Watt in weiche Farben taucht.
Während viele nur den Sommer auf Sylt schätzen, genieße ich die Insel zu jeder Jahreszeit. Aber im Winter hat sie für mich eine ganz eigene Magie – mit weniger Trubel, einer rauen, unverfälschten Schönheit und einem Gefühl von Entschleunigung, das man nirgendwo sonst so findet.
Meine Spaziergänge führen mich überallhin – am Strand entlang, über den Deich oder einfach durch den Ort. 12 Kilometer? Die vergehen wie im Flug. Besonders, wenn der Wind von hinten schiebt. Oder von vorne kommt und ich mich frage, warum ich eigentlich nicht direkt in die Sauna gegangen bin. Aber genau diese Mischung macht es für mich aus. Sylt ist nicht nur eine Insel, es ist eine Landschaft in Bewegung, und jeder Spaziergang fühlt sich anders an.
Gerade die Abwechslung zwischen wilden Stränden und den ruhigeren Wegen an der Promenade macht Sylt im Winter für mich so spannend. Mal höre ich nur das Rauschen der Wellen, mal das Knirschen des nassen Sandes unter meinen Schuhen. Und dann gibt es diese ganz besonderen Momente: wenn der Wind plötzlich nachlässt und die Stille sich über die Insel legt – nur unterbrochen vom Ruf der Möwen.
Nach ein paar Stunden draußen gibt es für mich nichts Besseres, als irgendwo einzukehren – in einem Café, in der Sauna oder einfach zurück in meiner Unterkunft, wo ich die Füße hochlegen kann und durch das Fenster sehe, wie das Wetter draußen sein nächstes Schauspiel vorbereitet.
Und ja, natürlich gibt’s dann Tee – am liebsten Friesentee mit Kluntjes, weil mich das an meinen Opa erinnert. Dieses langsame Knistern des Zuckers, wenn er im heißen Tee schmilzt, ist für mich pure Gemütlichkeit. Aber auch meine neueste Entdeckung, die Sylter Tee Company, musste ausprobiert werden. Essbarer Tee aus Beeren? Ja bitte! Perfekt als kleine Erinnerung an die Insel, die auch zuhause funktioniert.
Wer Sylt im Winter erleben möchte, sollte sich auf alles einstellen: Wind, Regen, Sonne – manchmal alles an einem Tag. Aber genau das macht den Reiz aus!
Meine Empfehlung:
✔ Winddichte Kleidung – der Wind kann kräftig sein, aber genau das gehört dazu.
✔ Ein Besuch in einem Café in Kampen oder List – perfekt, um sich aufzuwärmen und den Blick aufs Meer zu genießen.
✔ Ein Abstecher in die Sauna – wenn draußen das Wetter tobt, gibt es nichts Besseres als wohlige Wärme.
Was Sylt im Winter für mich so besonders macht, ist genau diese Mischung aus Ruhe und Energie. Mal zieht sich das Meer zurück, dann rollt es mit voller Kraft wieder an. Mal ist die Luft mild und weich, dann wieder rau und belebend. Es ist diese Abwechslung, die mich immer wieder hierherzieht – zu jeder Jahreszeit.
Ich bleibe, mit Wind im Gesicht und Sand in den Schuhen. Und wenn das Wetter morgen wieder ganz anders aussieht? Perfekt. Dann gibt’s einfach das nächste Highlight.
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